Kontakte schaffen und zum Mitmachen anregen: PR-Tipps des People-Powered-Netzwerks

Kontakte schaffen und zum Mitmachen anregen: PR-Tipps des People-Powered-Netzwerks

Meldung |  Redaktion |  11.02.2022
Kontakte schaffen und zum Mitmachen anregen: PR-Tipps des People-Powered-Netzwerks
Nicht nur Verkehrsschilder können Verwirrung stiften: Wo bitte ist der richtige Weg zum Ziel? ((c) picture-alliance/ dpa | Uwe Anspach)

Aussagekräftig, aber einfach sollen Inhalte in der Öffentlichkeitsarbeit gehalten werden: Das ist der erste Punkt, den die Fachleute von People Powered uns allen an die Hand geben, wenn es darum geht, neue Aktive zu gewinnen. „Die Leute sind nun mal beschäftigt, und sie vermuten schnell, dass sie ihre Zeit verschwenden“, heißt es zuoberst im Kapitel „Outreach and participation“ – in etwa „Kontaktknüpfen und Teilnahme“.

Eigentlich gehört der klar strukturierte Beitrag zum großen Thema „Guide to Digital Participation Platforms“, dem „Leitfaden für digitale Beteiligungsplattformen“. Aber ebenso gut kann man es eigentlich für alle Arten von Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Bürgerbeteiligung nutzen, deswegen hier ein kleiner Überblick über den in verschiedenen Sprachen (leider nicht Deutsch) lesbaren Artikel.

 

"Aussagekräftig und einfach" – hinter diese Forderung steckt nicht nur, dass die Leute wenig Zeit haben. Genauso geht es darum, durch einen einfach Mitmach-Aufruf in Alltagssprache verständlich zu bleiben, statt mit komplizierten Fachausdrücken oder -abläufen um sich zu werfen. Denn eines ist klar: Überall gibt es das, was wir hierzulande die „stillen Gruppen“ nennen – Menschen, die nicht so einfach zu erreichen sind. Um Beteiligung aller zu schaffen, braucht es doppelt so viel Anstrengung, gerade auch sie anzusprechen.

 

Dazu ist es gut herauszufinden, wo sie sich denn normal ihre Informationen holen oder nach Neuigkeiten suchen: Hören sie Lokalradio? Reden sie einfach miteinander? Verständigen sie sich über Chat-Gruppen?

Tatsächlich berichtet der Beitrag von einem chinesischen Beteiligungscenter, das dafür ein Extra-Programm für einen beliebten Chat-Kanal entwickelt hat. Wohingegen in New York ein eigenes Team, die „Public Engagement Unit“, von Tür zu Tür unterwegs ist oder sich ans Telefon hängt. Oder in Kenia – und ganz ähnlich in Polen - Teilnehmende früherer Projekte als „Botschafter“ oder „Mentoren“ losziehen.

 

Auch bei Werbung übers Internet oder Social Media gilt das ähnlich: „Die Leute machen nicht einfach mit, bloß weil du eine eigene Plattform [oder eine Internetseite] hast“, sagen die People-Powered-Leute geradeheraus. Erst muss ich also herausfinden, wo sich mein Zielpublikum aufhält, um es dann dort, auf seinen Lieblingskanälen, zu erreichen.

 

„Und was hab ich davon, wenn ich mich beteilige?“ - Diese Frage stellen sich vor allem jene, die eher etwas skeptisch gegenüber solchen Aufrufen sind. „Teile den Zugewinn schon früh und häufig!“ empfehlen die Autoren. Zeige, welche positiven Veränderungen entstehen können.

Auch, indem solche Ergebnisse permanent nachlesbar sind: „Wir haben gefragt, ihr habt etwas gesagt, wir haben es gemacht“ lautet (in etwa) eine Überschrift auf einer großen Beteiligungs-Plattform, die genau so, mit echten Beispielen, Skeptiker vom Nutzen ihres Einsatzes überzeugen will. Und das eben genau schon zu dem frühen Zeitpunkt, an dem sich neu Angesprochene entscheiden, ob sie mitmachen sollen oder nicht.

Ebenso wichtig: fortschreiben, was mit vorgeschlagenen Ideen passiert. Wie ist der Entscheidungsstand, warum kann das eine umgesetzt werden und ein anderer Vorschlag vielleicht nicht? „Damit wird die Verbindung zwischen Engagement und Veränderung sichtbar“, so die Fachleute. Und betonen den Wert eines solchen fortlaufenden Austauschs: „Wenn Leute das Gefühl haben, ihnen wird zugehört, werden sie auch zukünftig eher mitmachen.“

 

- Auf der People-Powered-Seite können Sie den ganzen Beitrag im Original lesen – viel Spaß dabei!

text: wolk; foto: picture-alliance/ dpa | Uwe Anspach

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